Montag, 15. september 2008
Community: Wellness und Gesundheit
veröffentlicht in: Training

Bis vor wenigen Tagen kannte ich dieses Teil noch nicht, das auf deutsch einfach „schwarze Rolle“ heißt und auch eine solche ist.

Boris Beuke, diplomierter Sportwissenschaftler, hat sie uns ins alpine Trainingslager in die Schweiz mitgebracht. Gleich nach unserer Ankunft stiegen wir ins Trainingsprogramm ein und hatten das „Vergnügen“ , gleich eine Trainingseinheit  mit der Black Roll machen zu dürfen.

Der Sinn und Zweck der Übungen besteht darin, verklebte Muskelfaszien wieder zu lockern und die Verklebungen, die durch Fehlbelastungen entstehen, zu lösen. Ab sofort nannten wir diese z.T. ekelhaft schmerzhafte Prozedur „entkleben“.

Im Gegensatz zu anderen Übungen kann uns soll man bei dem Training mit der Black Roll genau an den Schmerzpunkten arbeiten, also nicht den Schmerz vermeiden.

Soweit die Theorie – und schon konnte es mit den praktischen Übungen losgehen. Jede einzelne Muskelgruppe wurde – nur durch die Kraft des eigenen Körpergewichts – jeweils 12x auf der Rolle hin und herbewegt.

 

 

 

 

 

 

   

















Ohje – ich glaube, ich habe noch nie ein solch Gestöhne und Gejammere unter Sportlern gehört und noch nie in solch schmerzverzerrte Gesichter geblickt… 

















Aber da Boris uns eine herrlich lockere Muskulatur in  Aussicht gestellt hat, hielten wir tapfer durch. Ganz zum Schluss „durfte“ jeder nochmal die von ihm als am „Schmerzhaftesten“ empfundene Muskelgruppe wiederholen.

Danach tat uns erstmal alles weh, aber wir redeten uns ein, dass das nur die Muskelfaszien sind, die gerade „entkleben“…

Am nächsten Tag wiederholten wir das Ganze – und siehe da, es ging schon wesentlich besser als am Vortag. Die Anzahl der „Schmerzensschreie“ ging merklich zurück und auch die schmerzverzerrten Gesichter waren weniger deutlich ausgeprägt als am Vortag.

Ein verblüffender Erfolg in so kurzer Zeit – das hatte keiner für möglich gehalten.  Die Aussicht, zukünftig auf Massagen verzichten zu können, animierte uns zum Kauf der Black Roll. Selbst im Urlaub trainierte ich einige Male damit und hatte von mal zu mal weniger Schmerzen. Was natürlich auch daran liegen könnte, dass ich die Übungen nicht richtig gemacht habe…. Nein, es liegt daran, dass dieses Teil wirklich so gut ist.

Ich werde in Zukunft mein Lauftraining regelmäßig mit der Black Roll ergänzen und kann dies jedem, der  was gegen Muskelverspannungen tun will, nur  empfehlen.

Wenn ihr euch eine Black Roll zulegen wollt, könnt ihr euch an Frank vom Laufladen Erfurt wenden. Selbst wenn er keine mehr haben sollte (wir haben ja schließlich alles leergekauft), kann er euch vielleicht einen Tipp geben, wo man sie herbekommen könnte...

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Montag, 25. august 2008
Community: Die Welt des Sports
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....ist es leider schon wieder fast noch dunkel. Ich habe Urlaub. Was zum Teufel mache ich um 6 draussen, wenn ich eigentlich noch gemütlich in meinem Bett liegen könnte und mich meinen Träumen hingeben könnte?
Ja, ich gehe laufen. Eine halbe Stunde nur. Ich bin ja schließlich in der Taperingphase, da soll man es ja nicht übertreiben.
Aber ich geniesse es und es macht mir Spass. Langsam werde ich richtig heiß auf meinen Marahon, kann es kaum noch erwarten. Am Samstag ist es endlich soweit. Erst wenn der Startschuß fällt, wird wahrscheinlich auch erst die Nervosität von mir abfallen. Die ersten km werde ich wohl verfluchen, werde mich fragen, was ich mir da antue. Aber wenn die Muskeln einmal warm sind, werde ich es geniessen. Ich freue mich riesig auf die Schweiz und auf die Alpen.
Ich fühle mich top fit und gut vorbereitet. Ich habe jede Minute meines Trainingsplanes, wirklich jede Minute, abgearbeitet. Das kann nicht umsonst gewesen sein. Ich muß und werde ankommen.
In 2 Tagen fahren wir los und werden erst ein paar relaxte Tage verbringen, bis am Samstag 6.30 Uhr der Startschuß fällt. Ja, 6.30 Uhr gehts - wahrscheinlich noch im Halbdunkel - los.
Gut, daß ich Laufen am Morgen trainiert habe.... :))))
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Freitag, 22. august 2008
Community: Laufen
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  Heute sah mein Trainingsplan einen lockeren Dauerlauf von 50 min vor - möglichst in  bergigen Gelände.

Also machte ich mich auf den Weg zu meiner Hügelrunde, die allerdings von mir nicht in 50min schaffbar ist. Da habe ich  mal ganz eigenmächtig so ca 10min drangehängt.....
Ich denke - so viel planerische Freiheit wird schon möglich sein und die 10min mehr werden jetzt das große Ziel nicht gefährden.
Unterwegs, bei jedem Hügel dachte ich an die Strapazen, die mich am nächsten Samstag auf dem Weg von Anzere über Crans Montana nach Leukerbad erwarten.
Aber dann dachte ich auch immer wieder an den Zieleinlauf, an den Moment, wenn es geschafft sein wird und die Gänsehaut, die ich dann bestimmt haben werde. Dieses Wahnsinnsgefühl, wenn man nach 42,195km ins Ziel läuft, das ist der eigentliche Grund, warum ich mir das antue und wofür mich so ziemlich alle meine Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen für "verrückt" erklären.
Gestern fragte mich im Meeting mein Chef, ob ich denn wirklich Urlaub mache oder ob ich wieder in der Gegend "rumjogge" 
Für meine Bemerkung,  "rumjoggen ist  Urlaub "  erntete ich bei allen ein breites Grinsen.
Na klar, wünschen mir alle viel Erfolg, aber für ziemlich "durchgeknallt" halten sie mich trotzdem....
Immerhin habe ich ihnen versprechen müssen, ihnen sofort den link von meinem Bericht zu schicken.... Also - noch ein Grund mehr, erfolgreich zu finishen. Ich kann mich doch schließlich nicht blamieren!

Meine Runde lief ich bei schönstem Sonnenschein locker zu Ende. Die Vorfreude steigt, die Nervosität auch.
Aber: ICH WERDE ES SCHAFFEN! Und ich werde ein Sieger sein - wenn auch nur in der Kategorie " Kampf gegen mich selbst".

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Mittwoch, 20. august 2008
Community: Laufen
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Bis vor 3 Jahren  konnte ich noch nicht mal richtig laufen - und heute?
Heute beschäftige ich mich mit solchen Begriffen wie "Tapering". Tapering kommt natürlich aus dem Englischen und bedeutet auf deutsch das "Reduzieren".
Im sportlichen Sinne ist die Reduzierung des Trainingsumfanges in den letzten 2 Wochen vor dem Wettkampf gemeint. Der Körper soll sich von der harten Trainingsphase erholen und die Trainingsreize verarbeiten.
Das Ziel besteht darin, genau am geplanten Wettkampftag topfit zu sein und die volle Leistung abrufen zu können.
Soweit die Theorie.
Praktich sieht mein Trainingsplan wirklich nur  2 Läufe in dieser Woche vor. Man muß sich schon ganz schön zusammenreissen und diszipliniert sein, um das auch tatsächlich einzuhalten. Aber es ist wohl wirklich so: Jetzt reißt man nichts mehr raus. Das eigentliche Training ist beendet.
Jetzt heißt es: Ruhe bewahren, abwarten und Tee trinken.

Ab Freitag habe ich Urlaub - Zeit zum Ausschlafen, regenerieren, mental vorbereiten... und Zeit, mich wieder verrückt zu machen. Ab dem wievielten Marathon läßt eigentlich die fürchterliche Nervosität nach? Ich fange schon wieder an, mich vor einer Erkältung zu fürchten... Jedes kleine Muskelzwicken mutiert zur Katastrophe. Hoffentlich geht bis zum Start alles gut!

Da ich nach dem Inselsberg wieder leichte Probleme mit Krämpfen hatte, trinke ich seit gestern täglich einen Mineralstofftrink. Ob das hilft? Ich weiß es nicht, aber ich glaube daran. 

Meinen heutigen lockeren Dauerlauf habe ich in den frühen Morgenstunden absolviert. 45min, leider schon wieder im Dunkeln - obwohl ich erst 5.00Uhr losgelaufen bin. Ich habe mich super gefühlt, den Inselsberg habe ich nicht mehr in den Muskeln gespürt. Es ist schon erstaunlich, daß ich es geschafft habe, diesen Halbmarathon soo locker wegzustecken. Nach meinem ersten "Halben" vor 3 Jahren konnte ich eine ganze Woche kaum gerade aus laufen... Das regelmäßige Training lohnt sich also.
Ich laufe jetzt schon 3 Jahre - und es macht immer noch Spass. Nein - das stimmt so nicht ganz. Es macht immer mehr Spass, ich geniesse jeden Lauf.
Es sind noch 9 Tage bis zu meinem Alpenmarathon.
Der Countdown läuft!

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Montag, 11. august 2008
Community: Laufen
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Nein, ich kann nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. IIch denke oft, nein eigentlich immer an meinen Eyko. Vielleicht ist irgendwann der Schmerz nicht mehr so stark wie jetzt, vielleicht hilft mir jetzt doch  auch das Laufen.

Ich habe beschlossen, meinen nächsten Marathon in den Alpen meinem kleinen, immer lebenslustigen Dackel zu widmen. Ich laufe für ihn und ich weiß, daß ich es jetzt schaffen muß: ICH WERDE ANKOMMEN!

Deshalb habe ich auch ohne Unterbrechung mein Training fortgesetzt. und gestern ein sehr anspruchsvolles Pensum absolviert.
Nach dem 10minütigen Einlaufen sollte ich 4 Bergsprints machen und anschließend noch 70-90min lockeren Dauerlauf. 
Ich entschied mich, das Training ein wenig zu modifzieren und die Bergsprints in meine Trainingsrunde einzubauen. So lief ich zuerst ca 20min, bis ich den ersten Berg erreichte und sprintete hinauf. Ich lief so schnell, bis ich eine Herzfrequenz von 95% erreichte und lief dann langsam weiter.
Ich war total überrascht, daß es mir sogar gelang, bergauf meine Herzfrequenz zu reduzieren.
 Ich lief weiter meine Strecke und immer wenn ein Berg kam, sprintete ich nach oben. Das hat mir richtig Spass gemacht, auch wenn ich weiß, daß unsere Berge noch nicht die Alpen sind.
Nach dem 4. Bergsprint lief ich weiter im lockeren DL und reizte die mir vorgegebene Toleranzzeit voll aus.
Nach 105min war ich wieder zu Hause .
Jetzt fehlt mir nur noch der Inselsberghalbmarathon am nächsten Sonntag. Das wird der letzte längere Trainingslauf sein. Danach beginnt die Zeit , in der das Training zurückgefahren wird und nur noch kürzere lockere Einheiten auf dem Plan stehen.
So langsam steigert sich die Spannung auf meine Bergpremiere. 

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Samstag, 2. august 2008
Community: Laufen
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Seit Tagen bin ich auf der Suche nach einer geeigneten Strecke für meinen heutigen langen Lauf.
25 bis 28km sollten es werden und die Strecke sollte ein Profil haben, das - soweit möglich - dem Profil meines geplanten Alpenmarathons entspricht.
Natürlich gibts hier keine Alpen, aber ein paar Höhenmeter im nahen Taunus schon.
Deshalb startete ich heute nicht von zu Hause aus, sondern fuhr ins 30km entfernte Oberursel, das genau 189Meter über NN liegt. Von dort aus begann ich meinen Run auf den  825m hohen Feldberg.

Da ich mit der Planung der Strecke im Internet nicht so richtig klar gekommen bin, lief ich einfach aufs Geradewohl los und beschloss, mich an den Wegweisern zu orientieren. Erstmal rauf auf den Feldberg und dann  wollte ich, abhängig von den bis dahin zurückgelegten Kilometern entscheiden, ob ich auf dem gleichen Weg zurücklaufen  oder noch eine Schleife einbauen werde.

Bereits nach einem km begann die Steigung, allerdings sehr sanft. Es war eine traumhafte Strecke und um diese Uhrzeit auch noch nicht von Touristen übervölkert. Nur wenige Walker und Radfahrer waren unterwegs. Meine Powermusik begleitete mich und so fielen die ersten km recht leicht. Nach einigen km landete ich aber doch auf der Landstrasse und mußte einen km dort laufen. Jetzt wundert es mich nicht mehr, daß es auf dieser bergigen und kurvenreichen Strecke so viele Verkehrsunfälle gibt - hier scheint ein Biker-Renn-Paradies zu sein. Mir stand einige Male das Herz fast still, als die Biker um die Kurven rasten.

Ich war echt froh, daß dieser Streckenabschnitt schnell vorbei war und ich wieder auf Waldwegen laufen konnte. Jetzt wurde der Weg auch immer steiler. Kurz vor dem Ziel mußte ich dann doch ca 200 gehen, weil mein Puls einfach zu hoch war.

Oben auf dem Feldberg angekommen, füllte ich ersteinmal meine Getränkereserven auf und überlegte, welche Strecke ich weiterlaufen wollte. Immerhin war ich erst 11 km gelaufen und es solten ja noch ein paar mehr werden.
Also lief ich weiter zum 622m hoch gelegenen Fuchstanz. Es ging auf wenigen km steil bergab und der Weg erinnerte mich nicht nur einmal an die Hohle bei Masserberg. Hier merkt ich zum ersten mal, daß auch das Bergablaufen Kraft fordert und die Oberschenkel ganz schön beansprucht. Bisher habe ich mich immer aufs Bergablaufen gefreut - heute habe ich erstmalig richtig Respekt davor bekommen.

Am Fuchstanz vorbei ging rechts ein Weg ab zum 798m hoch gelegenen Altkönig. Ein Blick auf die bisher gelaufenen Kilometer sagte mir, daß der Umweg über diesen Berg durchaus noch drin ist. Also beschloß ich, den 2. Berg zu "erlaufen".

Es erwartete mich ein steiniger Weg, von Wurzeln übersät, der meine ganze Aufmerksamkeit forderte. Das wird mich beim Alpenmarathon in der Schweiz wohl auch erwarten: Dort geht es auch über Stock und Stein und unbefestigte Wege und Almwiesen. Es war also eine gute Trainingsstrecke für mich.

Immer wieder hatte ich zwischendurch herrliche Ausblicke auf das Umland - bis nach Frankfurt hinein. Leider konnte ich dies nicht in Bildern festhalten, da ich das Handy nicht dabei hatte.
Die letzten Meter hoch zum Altkönig mußte ich gehen, es war einfach zu heftig - sowohl von der Steigung, als auch von der Beschaffenheit des Weges.
Nachdem ich einen kleinen Moment den Ausblick und die unendliche Ruhe in mir aufgesogen hatte, machte ich mich auf den Weg zurück. Es ging jetzt das gleiche Stück wieder herunter vom Berg und ich mußte höllisch aufpassen, daß ich nicht stürze.
Aber es ging alles gut und bald kam ich auch wieder an den Abzweig nach Oberursel. Von dort aus waren es nur noch 6km bis zum Auto. Es ging nur noch bergab, wenn auch nicht mehr so steil. Mittlerweile waren die Wege auch wieder besser.

Auf den letzten km machte ich wieder meine Powermusik an und lies mich von ihrem Rhythmus treiben. Jeden Schritt habe ich jetzt genossen, auch wenn der ein oder andere Muskel und vor allem meine Fußgelenke ein wenig gezuckt haben. Der Boden war wirklich sehr schwierig zu laufen, aber es war ein gutes Training für den Alpenmarathon - in jeder Hinsicht.

Nach genau 26km war ich Ziel. Einen kleinen Moment überlegte ich, noch eine kleine Schleife von 2km zu laufen, damit ich auf 28km komme, aber dazu war ich einfach nicht mehr bereit.
26km - über Stock und Stein - mit über 800 Höhenmetern - das war geneu der Trainigslauf, den ich auch für meine Psyche noch brauchte.
Und trotzdem bleibt noch ein Restzweifel, ob ich die 42km mit den 1500Höhenmetern in den Schweizer Alpen schaffe. Das ist eine Nummer größer als der Rennsteiglauf.
Aber ich werde kämpfen.

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Donnerstag, 31. juli 2008
Community: Laufen
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Nachdem  ich in der gestrigen Diskussion in unserem Rennsteiglaufforum   die Dialektik von Alter und früh aufstehen  gelernt habe, entschloss ich mich spontan, nicht um 4Uhr, auch nicht 3.50Uhr, sondern mir bereits 3.45Uhr den Wecker zustellen und mein Lauftraining zu absolvieren.

Da ich mein Alter allerdings nicht ganz negieren kann, legte ich mich dafür gestern abend bereits 20.30Uhr!!! schlafen.
Ich bin also um 3.45Uhr munter aus dem Bett gesprungen, in die Laufschuhe gefallen - und los gings.
Mein Trainingsplan sah heute vor:
10min Einlaufen  1x ca 100m sprinten,  20min lockerer DL,  ca 150m sprinten , 10min Auslaufen und anschließend Dehnung. Da es mittlerweile um diese Uhrzeit (leider) schon wieder dunkel ist, verlegte ich diese Trainingseinheit auf unseren Sportplatz, der immerhin eine 400m Bahn besitzt und auch ein wenig Licht von den Strassenlaternen abfängt. So konnte ich auch meine "Sprinteinlagen" besser abschätzen.

Kurz nach dem Loslaufen piepte meine Pulsuhr. Naja, dachte ich mir, Du hast ja auch die Schuhe ohne Laufsensor an, vielleicht piepst sie deshalb. Als ich wenig später meinen Puls ablesen wollte, merkte ich , warum die Uhr nix angezeigt hat: Ich hatte schlichtweg vergessen, meinen Brustgurt anzulegen.

Werde ich doch schon alt? Nein (niemals!!!) - ich schob`s auf die frühe Uhrzeit und trabte locker weiter. Da mußte es heute eben nach Gefühl gehen.
Angekommen am Sportplatz schob ich meinen ersten Sprint ein - wow, das hat richtig Spass gemacht! Früher habe ich gern 100Läufe gemacht und ich hätte mir nie vorstellen können, daß ich das in meinem Alter nochmal tun würde. Auch der 150m Sprint, der später folgte, lief super gut.

Fast pünktlich nach ca 45min war ich zurück. Nur das Dehnen mußte leider ausfallen, da die Zeit drängte. Aber das werde ich heute abend nach meiner Bauch- und Rückengymnastik ausgiebig nachholen .

Jetzt bin ich froh, daß ich nicht mehr bei der Hitze die Laufschuhe schnüren muß. Es ist ein gutes Gefühl, das Training bereits am Morgen absolviert zu haben.
Jetzt habe ich den Kopf frei für einen harten Arbeitstag.
Ich brauche nicht mehr zu kämpfen, ich habe meinen Kampf des Tages schon gewonnen.

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Mittwoch, 23. juli 2008
Community: Laufen
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Ich hätte mir nicht vorstellen können, daß ich mich wirklich vom Wetter so runterziehen lasse.
Aber warum gehts mir heute dann wieder so gut? Klar - wenn die Sonne scheint, ist alles viel, viel schöner - die Natur, das Laufen und das Leben überhaupt!
Voller Vorfreude auf meinen Trainingslauf kam ich bereits zu Hause an. Erst ging ich meine obligatorische Runde mit Eyko, der allerdings bei diesem warmen   heißen Wetter nicht so recht wollte und froh war, als wir wieder zu Hause waren. Er stürtzte sich auf seinen Saufnapf und verschwand in der kühlsten Ecke der Wohnung.
Ich schnappte meine Laufsachen und nahm auch den Trinkgürtel mit. Die Erfahrung des letzten Hitzelaufes haben doch für ein wenig mehr  Vernunft bei mir gesorgt.
Heute sah mein Plan 75min lockeren Dauerkauf vor. Ich lief meine Waldrunde durchs Ossenheimer Wäldchen. Diese Strecke ist leicht bergig hügelig. Trotzdem gelang es mir, durchgehend in meinem geplanten Pulsbereich  zu bleiben - auch bergan.
Die Waldstrecke war ein gutes Trainig für meine Füße: es ging sprichwörtlich über Stock und Stein und ich mußte ganz schön aufpassen. Ein Moment Unaufmerksamkeit haben dann doch zu einer Schrecksekunde und einem Sturz geführt. Seitdem tut das Handgelenk weh - aber Indianer kennen keinen Schmerz. :)  Wenn ich mir den Fuß verletzt hätte, wäre das viel schlimmer gewesen.
Also:  weiter gings im herrlichen Sonnenschein. Ich genoss die schattige Strecke im vom Sturm doch arg gebeutelten Wald. Immer wieder lagen umgestürzte Bäume und Äste auf dem Weg und ich mußte das ein oder andere Mal ausweichen und Slalom laufen.
Zurück ging es dann wieder übers freie Feld. Nach exakt 75min war ich wieder zu Hause. Dort angekommen habe ich mein Training noch mit ausgiebigen Dehnen und ein wenig Rückengymnastik beendet. Leider ist das Bauchmuskeltraining wieder sehr knapp ausgefallen. Ich weiß, daß es gut ist und ich zwinge mich auch dazu, aber eben nur das nötige Mindestmaß. Jedenfalls weiß ich, daß ich auf die Art und Weise keinen Sixpack - Bauch bekomme - oder gibts den nur bei den Männern?
Immerhin bin ich nach Thüringer Bauch- Umfang- Maßstäben unter Durchschnitt !
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Montag, 21. juli 2008
Community: Laufen
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Heute habe ich lange mit mir gekämpft. Ich hatte einen schlechten Tag, habe mich geärgert, fühlte mich nicht wohl und hatte überhaupt keine Lust, loszulaufen. Mir war so kalt, daß ich mir sogar mein Winterlaufshirt aus dem Schrank geholt habe.
Ich sehe schon den einen oder anderen von euch schmunzeln (was für`n Weichei!) - aber das ist mir egal, hauptsache nicht mehr frieren.
Nach wenigen Minuten wurde mir doch ein wenig warm und ich zweifelte schon an meiner Kleidungswahl - bis ich am Feld ankam. Dort pfiff so ein kalter Wind um die Ecke, daß ich sehr froh war, die warmen Sachen anzuhaben.
60min standen auf meinem Plan, 60min Dauerlauf nach Gefühl. Mein Gefühl sagte mir heute: Lauf langsam!
So lief ich gemächlich an der Nidda entlang und freute mich, heute weder Bergsprints noch Tempoläufe machen zu müssen.
Trotzdem wollte  heute nicht so die richtige Lauf-Freude aufkommen und die Lockerheit  stellte sich auch nicht ein. Und dann flog noch direkt vor mir ein Rabe auf und davon - es war ein rabenschwarzer Tag im wahrsten Sinne des Wortes!  Aber immerhin konnte ich schon wieder lächeln und kam nach 58min wieder zu Hause an. Genau in diesem Moment hatte ich das Gefühl: Jetzt machts Spass -jetzt könnte es weitergehen!
So kam es, daß ich doch noch eine gewisse Freude über meinen heutigen Lauf verspüren konnte und auch meine schlechte Stimmung war wie weggeblasen. Laufen hilft eben doch! :)
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Freitag, 18. juli 2008
Community: Laufen
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Das war ein toller Trainingslauf! Die Endorphine sprangen im Kreis und haben mich voll euphorisiert!
Was ich heute erreicht habe, hätte ich nie für möglich gehalten.
40min bei einem Puls von 90-95% waren früher für mich keine Herausforderung. Einfach, weil mein Puls immer ganz schnell in die Höhe schoss, auch wenn ich mich nur ganz langsam im Schneckentempo vorwärts bewegt habe.

Deshalb konnte ich auch lange nicht verstehen, wie man bei Trainingsläufen, die man bei einem Pulsbereich von 60-65% bestreitet, überhaupt einen Trainingseffekt erreichen kann. Und ob man damit schneller werden kann - da hatte ich doch erhebliche Zweifel - gerade, weil mein Tempo so überhaupt keine Fortschritte machen wollte.
Das ich niemals Spitzenzeiten erreichen würde, war mir schon klar - aber ein wenig schneller könnte es schon sein.

Bisher war es so, daß ich - egal ob ich lange oder nicht so lange Läufe gemacht habe, oftmals das gleiche Tempo lief. Einen ersten Fortschritt habe ich in diesem Jahr beim JP Morgan Chase Challengelauf bemerkt.
Nach 46min bei meiner ersten Teilnahme 2005, 42min im Jahr 2006 hatte ich in diesem Jahr die  5,6km lange Strecke in 34min bewältigt - und das trotz des unvermeidbaren Slalomlaufes.
Vieleicht hat Dieter Baumann doch recht, als er sagte: "Seit ich langsamer laufe, werde ich schneller!" Vielleicht trifft dieses Trainingsprinzip auch für Nichtprofis zu?

Jedenfalls wollte ich`s heute wissen. Wollte wissen, was geht. 90-95% des Maximalpulses war die Vorgabe. Die habe ich konsequent eingehalten. Ich habe mir  nicht das Tempo an meiner Pulsuhr anzeigen lassen - nur den Puls. Und ich bin gelaufen. Mittlerweile kann ich ein einmal eingeschlagenes Tempo recht gut halten. Mein Puls war absolut stabil, knapp unter der mir vorgegebenen Obergrenze. Ich lief wie im Rausch und ich spürte, daß das Tempo für meine Verhältnisse richtig gut sein mußte. Ich habe dieses Tempo auch ohne Probleme durchgehalten, hätte es bestimmt noch ein paar km geschafft. Aber ich habe auch gemerkt, daß ich einen Marathon in diesem Tempo nie durchhalten würde und das wohl auch nicht will. Es ist sehr schön, sich mal richtig auszupowern. Aber lange Strecken im Wohlfühlbereich laufen ist noch schöner.
Ein Blick auf meine Pulsuhr verriet mir, daß meine km-Zeit deutlich unter 6min lag. Das war noch vor wenigen Wochen unvorstellbar für mich. Ich habe mich riesig gefreut und ich habe ein für mich neues Ziel für den Herbst dieses Jahres definiert: Nach meinem Alpenmarathon im August möchte ich im Herbst einen 10km Lauf unter einer Stunde schaffen. Ich weiß zwar noch nicht wo und wann - aber ich werde mir einen schönen kleinen flachen Lauf aussuchen, bei dem ich mein neues Ziel erreichen will.

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